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Zuletzt geprüft am 2026-02-27. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
== Faszienaufbau == Das faserige Bindegewebe (Faszie) besteht im Wesentlichen aus Kollagen- und wenigen Elastin-Fasern, welche in eine Grundsubstanz aus Wasser und Zucker-Eiweiß-Verbindungen eingebettet sind. Dieses Netzwerk durchzieht den Körper in alle Richtungen. Fasern sowie die meisten Bestandteile der Grundsubstanz werden von den Bindegewebszellen, Fibroblasten, hergestellt und aufrechterhalten, welche jedoch selbst nur einen sehr geringen Anteil des Volumens ausmachen. Eine Besonderheit der Faszien ist deren enorme, architektonische Anpassungsfähigkeit an wiederkehrende herausfordernde Zugbelastungen. Je nach Belastung wird das Bindegewebe zunehmend fester. Die Faserrichtung passt sich hierbei den dominanten Zugrichtungen an. So bildet sich der kräftige Tractus iliotibialis als kräftige Sehnenplatte an der Außenseite des menschlichen Oberschenkels erst durch die Einbein-Belastung beim Gehen und Rennen, während er bei Kindern im Krabbelalter oder bei Rollstuhlfahrern nicht erkennbar ist. Umgekehrt findet sich bei Reitern, die täglich mehrere Stunden auf dem Pferderücken verbringen, eine deutliche Verfestigung der faszialen Strukturen an den Oberschenkel-Innenseiten. Das Fasziengewebe jüngerer Menschen weist in umhüllenden Faszien häufig eine scherengitterartige, bidirektionale Netzstruktur auf, während bei älteren Personen eine multidirektionale bzw. ungerichtete Faserstruktur ähnlich einem Filzgewebe vorherrscht. Bei den einzelnen Kollagenfasern zeigt sich bei jüngeren Personen eine deutlich ausgeprägte Wellenstruktur.
Quellen: de.wikipedia.org
Beide Eigenschaften – die bidirektionale Ausrichtung und die Wellenstruktur – gehen bei Bewegungsmangel sowie mit zunehmendem Alter verloren. Im Fasziengewebe bilden sich dann zunehmend ungeordnete, planlose Querverbindungen. Das Fasernetz verliert somit seine Elastizität und es bilden sich Verklebungen und Verfilzungen. Wissenschaftliche Studien konnten die Annahme bestätigen, dass adäquate sportliche Belastungen einen Umbau der faszialen Architektur in Richtung auf eine vermehrte Wellenstruktur bewirken sowie auch eine erhöhte elastische Speicherkapazität und auf eine verbesserte Zugfestigkeit.
Quellen: de.wikipedia.org
== Der Katapulteffekt == Kängurus und Gazellen machen sich bei ihrer Sprungtechnik den „Katapult-Mechanismus“ zunutze: Die Sehnen und Faszien der Beine werden wie elastische Gummibänder vorgespannt, das gezielte Loslassen der darin gespeicherten kinetischen Energie ermöglicht die erstaunlichen Sprünge. Bei Untersuchungen der menschlichen Muskeln und Sehnen des Beines stellte man fest, dass auch hier eine prinzipiell ähnliche Speicherung und Entladung kinetischer Energie stattfindet wie bei Gazellen. Beim Hüpfen und Rennen entsteht ein erheblicher Teil der Beschleunigungskraft aus der dynamischen Federung der Faszien. Bei elastisch federnden Bewegungen ändern Muskelfasern kaum ihre Länge, hingegen verlängern und verkürzen sich die Sehnen und faszialen Sehnenplatten sehr deutlich in einer federnden Längenveränderung und tragen somit wesentlich zur Bewegung bei. Zu dieser Erkenntnis trugen vor allem neue Anwendungen hochauflösender Ultraschall-Untersuchungen an lebenden Menschen bei. Ein wesentliches Ziel des Faszientrainings ist es daher, die Fibroblasten anzuregen, eine jugendlich elastische Architektur im muskulären Bindegewebe aufzubauen und zu erhalten. Richtig dosiert, können wenige elastische Federungen pro Woche ausreichen, um auch bei älteren Personen über einen Zeitraum von mehreren Monaten eine höhere elastische Speicherkapazität zu induzieren.
Quellen: de.wikipedia.org
Federn / Rebound Elasticity – der Katapult-Mechanismus Dehnen / Fascial Stretch – das Dehnen langer Ketten Beleben / Fascial Release – Eigenbehandlung mit der Faszienrolle Spüren / die Körperwahrnehmung (= Propriozeption) verbessern.
Quellen: de.wikipedia.org
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